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Eine vorläufige Autobiografie

Wer ich bin
       Autorin und Coach

Durch eine Autobiographie verliert man gewöhnlich auch noch den Rest seiner Freunde. 
Robert Neumann, Schriftsteller (1897 – 1975)

NA, DANN WILL ICH MICH ERST EINMAL AUSFÜHRLICH VORSTELLEN:

Ich wurde 1962 in Frankfurt am Main geboren und war schon früh den Gefahren der Großstadtindianer ausgesetzt. Faustkämpfe waren nicht mein Ding, daher wurde ich Leistungsschwimmerin und schwamm bei jedem Wettkampf um mein Leben. Leider geriet man beim Schwimmsport häufig in gefährlichste Chlorwasser-Fischschwärme und wurde von fiesen Wasserflöhen drangsaliert. Also zog es mich schließlich in den Wald. Dort mussten meine Mitbewohner und ich unser Hüttendorf-Häuschen gegen Wasserwerfer verteidigen. Ich sollte noch erwähnen, dies geschah während der Startbahn-West Demonstrationen.

Da mich die Großstadtwildnis trotz ihrer Gefahren weiterhin faszinierte und ich mir schon sehr früh die Kernfrage stellte, „Wie überlebe ich nach einem Supergau?“, hatte ich in Gießen Naturwissenschaften studiert und dort im Fachbereich Biologie promoviert. Danach war ich viele Jahre im In- und Ausland wissenschaftlich tätig, allerdings nicht in der Wildnis, sondern als Laborratte. Immerhin konnte ich zahlreiche Fach-Publikationen aufweisen. Zu meinem Bedauern wurde dabei meine Kernfrage nicht gelöst, und die Wildnis sah ich nur noch von meinem Laborfenster aus.

Nachdem ich später dann dem Klon Schaf Dolly begegnete und selbst etliche internationale Generationen von Mäusen auf dem Gewissen hatte, regte sich in mir das schlechte Gewissen und ich sah mich nach einem anständigen Beruf um. Dazu zog ich aufs Land, machte den Gabelstapler-Führerschein, begann als Ghostwriter zu arbeiten und gab Coachings zu den Themen, mit denen ich mich dank intensiver Fortbildung auskannte, also Schreiben, Kreativität und mentale Blockaden. Damit kam ich viel in der ganzen Republik herum.

Bei einer Recherche für einen Hard Science Fiction Roman, den ich schreiben sollte, erkannte ich, dass ich ein Cyborg war. Also ein Mensch, dessen Körperfunktionen ganz oder teilweise von (Elektro)mechanischen Geräten  übernommen wurde. Doch keine Angst, ich war nicht so böse wie Arnold Schwarzenegger in „Terminator“.  Trotzdem trafen die Kriterien eines Cyborgs auf mich zu: Ich war Tag und Nacht über mein Smartphone mit dem Internet verbunden und lies meine Körperdaten mit einem Fitness-Armband überwachen. Außerdem brauchte ich Hilfsmittel, ich konnte ohne Brille nicht mehr lesen. Zudem trug ich Kleidung, um meinen Körper gegen die Witterung zu optimieren. Für einen Chip-Implantat, mit dem ich die Haustür öffnen kann (nie wieder ausgesperrt sein), sparte ich noch.  Nach dieser Erkenntnis wurde ich sofort Mitglied bei Cyborg e.V., einer Gesellschaft zur Förderung und kritischen Begleitung der Verschmelzung von Mensch und Technik. Seither arbeitete ich an einem noch unvollendeten SciFi, selbstverständlich über Cyborgs, bionische Menschen und künstliche Intelligenz.

Mein sportlicher Kampfgeist war ungebrochen. Durch eine Verletzung konnte ich nicht mehr Marathon laufen. So sah ich mich nach etwas weniger Sportlichem um und wurde leidenschaftlicher Teilnehmer bei Schreibwettbewerben, für die ich immer neue Romananfänge, Kurzgeschichten oder Plots schrieb. Ich konnte mich ein paar Mal über einen Gewinn freuen, bin damit leider nicht reich geworden.

Nach einer kurzen Anlaufphase lastete mich die Tätigkeit als Ghostwriter völlig aus, finanziell konnte ich bequem davon leben, doch als Multipotentialistin wurde mir schnell langweilig. Ich suchte immer neue Herausforderungen, wenn mein Leben zu rund lief. In der Zeit als Ghost hatte ich soviel zu tun, dass ich es nicht schaffte unter meinem Namen oder unter einem meiner Pseudonyme veröffentlichte. Dies begann, mich zu stören. Dagegen waren die Coachings so viel interessanter, als der Job als „Dummy“, die wollte ich nie aufgeben.

Der Wendepunkt kam Ende 2018. Ich sollte einen 500 Seiten schweren Roman für einen Promi verfassen. NEIN! Das schrie nach einem Cut. Ich nahm meinen Mut beisammen, kündigte bei der Agentur, beschloss nur noch für meine Leser zu schreiben, gründete lesensWert! und trat dem SelfPublisher Verband bei. Der Traum „Vom Schreiben Leben“ – aber mit den eigenen Büchern – war plötzlich wieder da. Zur finanziellen Absicherung hatte ich ja  meinem „Brotjob“ als Trainer und kurvte ab und an mal mit dem Stapler durch die Gegend.

Wenn ich nicht gerade mit einem meiner Lieblings-Schreibprojekte beschäftigt bin oder in einem 1:1 Coaching stecke, befasse ich mich mit der Erziehung meines nichterziehbaren Shar Pei-Mix Rüden, der leider Anfang des Jahres erblindete. Nelson war auch der Grund, weshalb ich für die Coachings nicht mehr durch die Lande ziehen konnte, sondern primär online arbeitete.

 

Im nächsten Blog (Sonntag, 07.07.19, 9:00 Uhr) trifft mich knallhart die totale Sprachverwirrung.

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