AllgemeinThemen der Website

Etikette und der Duden

Ist das kompliziert
Du, Sie und Sprachverwirrung – warum so kompliziert?

Spreche ich mit „DuSie“? 
Über die Anrede auf meiner Website hatte ich mir ziemlich den Kopf zerbrochen

Wenn ein Buch ein Freund sein kann, dann kann ich getrost meine Leser duzen.
Stephan Dreyer, Agrarbiologe, Texter, Autor, Publizist (*1957)

Das „Du“ ist für viele Deutsche etwas Besonderes. Laut einer repräsentativen Umfrage der „Apotheken Umschau“ drückt es für mehr als die Hälfte (58,8 Prozent) der Befragten Nähe und Vertrautheit aus, weshalb sie es auch nur bei wirklich engen Freunden oder Verwandten verwenden. Einfach so duzen kommt laut Studie nicht gut an:

„Wenn dies unaufgefordert geschieht, fühlt sich jeder dritte (32,6 Prozent) der Befragten eigenen Angaben zufolge „schon ein wenig pikiert oder gar beleidigt“. 28,7 Prozent der Studienteilnehmer – in der Teilgruppe der über 70-Jährigen sogar 40,2 Prozent – erklären, in so einem Fall bereits einmal jemanden energisch zurechtgewiesen zu haben. Welch große Wertschätzung mit der Anrede „Du“ verbunden ist, zeigen weitere Ergebnisse der Studie. Fast jeder Vierte (23,5 Prozent) hat das Angebot, sich mit jemandem zu duzen, schon einmal abgelehnt. Außerdem hat jeder Neunte (11,1 Prozent) der Befragten das vertrauliche „Du“ sogar schon einmal wieder zurückgenommen, weil sich das Verhältnis grundlegend geändert hatte.“

Quelle: Eine repräsentative Umfrage des Apothekenmagazins „Apotheken Umschau“, durchgeführt 2012 von der GfK Marktforschung Nürnberg bei 2000 Personen ab 14 Jahren. Diese Meldung ist nur mit Quellenangabe „Apotheken Umschau“ zur Veröffentlichung frei.

Gründe für das „Du“ liegen im Sprachwandel, der durch das Internet und den die sozialen Medien vorangetrieben wird. In Chats, Foren, Blogs und vor allem in sozialen Netzwerken ist das „Du“ sogar gebräuchlicher als das „Sie“. Besonders Coaches und Trainer duzen ihre Kunden bzw. Klienten nach Möglichkeit. Sie schaffen so eine Coaching-Beziehung, die sprachliche Nähe führt zu einer Änderung in der Beziehung, weil wir mit der Sprache Eigenschaften und Emotionen verbinden. Das „Du“ signalisiert: „Ich bin wie du, ich hatte die gleichen Schwierigkeiten und Probleme wie du. Nun habe ich Kompetenzen erworben, die ich dir vermittle und die deine Probleme lösen“.

Für das „Du“ habe ich mich vor allem entschieden, weil es eine freundschaftliche Beziehung zum Leser aufbaut und dieser Bezug kann sich dann positiv bei einem Coaching auswirken.

Stört es dich, wenn ich dich ungefragt duze? Welche Anredeform benutzt du, um mit deinen Kunden oder Klienten zu kommunizieren? Wie hältst du es in den Social Media und auf deiner Website? Gibt es für ein „Du“ oder „Sie“ Argumente, die unausweichlich für dich sind? Was sagst du zu meiner Vermutung, dass sich das „Du“ in Zukunft immer mehr durchsetzen wird? Lass uns gern in den Kommentaren weiter diskutieren oder schickt mir eine kurze Nachricht über das Kontaktformular!

 

Utes kleine Sprachverwirrung

Der oder das Blog, wie heißt es nun wirklich? Google half nicht wirklich weiter, auch der Duden legte sich nicht fest. Als Unwissende glaubte ich, ich sollte von ‚das Blog‘ reden, so tun es jedenfalls die Schweizer. Doch das widerstrebte mir. Klang in meinen Ohren komisch. Als Meister der Umgehung sei an dieser Stelle vermerkt:

„Mein Blog“ erscheint wöchentlich Sonntag, 09Uhr.

Genauso Bauchgrummeln bekam ich bei „Spontaneität“ statt „Spontanität“. Laut Duden ist auch hier beides erlaubt. In meinen Augen sah „Spontanität“ optisch attraktiver aus und kommt dem gesprochenen Wort eher nahe. Ich war immer ein Freund vom Schreiben, wie es gesprochen wird, und wer spricht schon „Spontan-e-i-tät“? In Kommentaren zu einem Gastbeitrag wurde ich virtuell massakriert, weil ich Spontanität, also die angeblich „prollige Version der Unwissenden“ benutzte.

Ich werde einiges über „Mulitipotentialite“ schreiben, also frei übersetzt „Multipotentialist“. Gelegentlich auch „Multipotenzialist“. Das sind Menschen, die zu viele Interessen und Talente haben, aber sie nicht gegeneinander abwägen können. Später mehr dazu. 
Doch was ist richtig, „ –potential“ oder „-potenzial“? Das Adjektiv „potenziell“ und das daraus abgeleitete Substantiv „Potenzial“ durften bis zur Rechtschreibreform 1996 ausschließlich mit „t“ (also „potentiell“ beziehungsweise „Potential“) geschrieben werden. Danach galt die eingedeutschte Schreibweise mit „z“, also „Potenzial“ und „potenziell“ als die in erster Linie gebräuchliche Form. Es handelte sich um alternative Schreibweisen, die aber beide korrekt waren. Hier war ich inkonsequent. Potenzial sah soviel hübscher aus, ich verwendete jedoch das holprig aussehende Potential, das mir aus dem Englischen vertrauter ist und mir bei der Aussprache flüssiger über die Lippen geht (Aussprache Google Übersetzer).

Ich bitte dringend um deine Meinung. Wie hältst du es mit der Schreibweise der oben genannten Beispiele? Kennst du weitere Fälle der Sprachverwirrung? Lass uns gern in den Kommentaren weiter diskutieren!

Und Achtung! Nochmals zu meinem Newsletter.

Du willst auf keinen Fall einen Blog-Beitrag verpassen, dann trage dich über das Kontaktformular für meinen Newsletter ein. Ich verschicke Inhalte zu aktuellen Blogartikeln und Aktionen, Tipps und Tricks sowie auch Hinweise zu meinen kostenlosen und kostenpflichtigen Angeboten.

Als Bonus erhaltet ihr wöchentlich eine Kreativübung aus meinem Programm!

Du kannst dich jederzeit wieder austragen.

 

Im nächsten Blog, Sonntag 14.07.2019, 9:00 Uhr, erfahrt ihr mehr über Kreativität!

Willst du den Beitrag auf keinen Fall verpassen, trage dich über das Kontaktformular für meinen Newsletter ein. Dann erhältst du als Bonus eine Kreativitätsübung!

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.